Der Sabbat
Die Gespaltenen
#1
SABBAT



Der erklärte Erzfeind der Camarilla ist der Sabbat: Eine kriegerische Sekte apokalyptischer Fanatiker, die der Überzeugung sind, dass das Erwachen der vampirischen Urahnen bevorsteht und die Camarilla diesen alten Monstern als williger Erfüllungsgehilfe dienen wird. Darum stellen sich die Anhänger des Sabbat gegen die Camarilla: Sie halten sich selbst für die außerwählten Retter aller Vampire, die alles Schwache und Menschliche hinter sich gelassen haben und nach der Vernichtung der Uralten die Welt beherrschen werden. Aufgrund seiner Verachtung für alles Menschliche zögert der Sabbat nicht, jede auch noch so brutale und rücksichtlose Taktik gegen die Camarilla oder andere Feinde einzusetzen. Und derer haben sie im Lauf der Jahrhunderte vieler entwickelt.

Der Sabbat ist jedoch keinesfalls nur ein Haufen diableriesüchtiger Wahnsinniger, die mit Kettensägen und Schrotflinten über die reservierten Ahnen der Camarilla herfallen. Im Gegenteil: Hinter jedem heulenden Rudel, dass auf seinem Weg eine Schneise des Schreckens hinter sich herzieht, steht wie in der Camarilla eine Verschwörung mächtiger Ahnen, die die Jungen und Naiven für ihre finsteren Pläne einspannt. Der Sabbat glaubt gerne, dass er völlig frei von der Kontrolle durch die Ahnen und Alten wäre – doch sind es grade die Ahnen der Sekte selbst, die diese Behauptung am lautesten wieder und wieder in den Raum stellen. Dieser krasse Widerspruch und die monströse Natur des Sabbat bringen die Sekte stets an den Rand der Selbstzerstörung. Und in den heutigen Nächten ist sie vielleicht näher dran als jemals zuvor.

Noch vor den Anarchen profitierte die Sekte anfangs von der größer werdenden Menge frustrierter Jungvampire, die der zunehmende Paranoia der Camarilla überdrüssig wurden und die Anarchen für zu schwach oder zu unorganisiert hielten. Auch war sie sich trotz ihrer offenen Verachtung für die Menschheit nicht zu schade, die neuesten technischen Errungenschaften und die mit diesen weit besser vertrauten jungen Vampire gegen die Älteren der Camarilla einzusetzen. Doch dann kam die zweite Inquisition. Mexikostadt, das größte Machtzentrum der Sekte, wurde ausgelöscht. Im Zank um die neue Führung brach ein Bürgerkrieg aus. Das allein war nicht bemerkenswert, die Sekte hatte schon mehrere davon überlebt. Doch dieser war anders. Radikaler. Aus der Frage um die Führung wurde ein Krieg um die obersten Grundsätze des Sabbat, der in einem Bruch der gesamten Sekte gipfelte. Heute „besteht“ der Sabbat aus zwei bitter verfeindeten Fraktionen, die beide für sich das Recht beanspruchen, der „einzig wahre Sabbat“ zu sein.

Umso ironischer, dass die moralischen Kodizes - die Pfade der Erleuchtung - mithilfe derer die Sekte die Doppelmoral, die Gewalt und den Fanatismus in der Vergangenheit halbwegs in geordnete Bahnen lenkte, immer noch funktionieren. Scheinbar sind diese flexibel genug um sich, egal in welcher Splitterguppe, als im Recht zu sehen und weiterhin eine praktikable Richtlinie zu haben, um die Bestie im Zaum zu halten.


Die Loyalisten (Spielbar)
Loyalisten sind jene Rudel und Sabbatanhänger, die in den heutigen Nächten die alte Lebensart des Sabbat verkörpern, weshalb sie sich untereinander manchmal zynisch „der gute alte Sabbat“ nennen. Ihr Kampf richtet sich nach wie vor gegen die Camarilla und jeden Vampir der sich der rechtmäßigen Herrschaft und Freiheit des Sabbat in den Weg stellt - zumindest in der Theorie. Dabei nutzen sie den altbekannten Terror des Sabbat durchaus noch - gerne aber auch gewürzt mit präzisem Kalkül, Manipulation und eiskalter Taktik. Letzten Endes predigen sie zwar unablässig vom freiem Sabbat, doch trotz allem Gerede von Freiheit sind die Loyalisten oft nicht minder in den Intrigen ihrer Ahnen gefangen als die Camarilla.

Die Loyalisten betrachten Städte als Brutzentren ihrer Kampfkraft, von wo aus sie über die Menschheit herrschen und Angriffe auf die Camarilla und Anarchen führen können. Die zweite Inquistion und Angriffe der verfeindeten Sabbatfraktion haben die Loyalisten jedoch aus den meisten Städten vertrieben. Außerdem haben sich viele junge Sabbat, die vor allem mit glühendem Eifer glänzten und oft ohne Furcht ins offene Feuer für ihre Sekte sprangen mittlerweile der Splitterfraktion angeschlossen. Das hat die Loyalisten um einen guten Teil ihrer Stoßtruppen beraubt.

Verblieben sind zum einen die eher konservativen Clans und Vampire, als auch eher freiheitsliebenden Rudel. Eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Allianz, beiden ist jedoch gemein, dass sie weiterhin ihrem dekadenten Lebensstil, der Jagd und dem nächtlichen Djihad fröhnen wollen. Der Krieg gegen die Vorsintflutlichen und das nahende Gehenna spielt für die Loyalisten augenscheinlich eine eher untergeordnete Rolle. Von Feinden umzingelt und das Gerede vom Weltuntergang, der längst da sein sollte, allmählich satt, zweifeln viele der jüngeren Loyalisten gar an der Existenz der Vorsintflutlichen, ohne dafür Konsequenzen ihrer verbliebenen Anführer fürchten zu müssen.


Die Kreuzritter (Nicht Spielbar)
Das komplette Gegenteil zu den Loyalisten ist der heilige Kreuzzug Kains. Sie leben nicht mehr das alte Leben des Sabbat - die Intrigen, Widersprüche und Heuchelein, trotz aller Brutalität. Sie berufen sich auf das, was der Sabbat ständig vorgab zu sein. Eine Armee gegen die Uralten und deren Ränkespielchen. Die Kreuzritter predigen Wasser und saufen es, statt zum guten Blutwein zu greifen. Sie verabscheuen die Loyalisten für ihre Dekadenz und ihren Verrat an den Werten, die sich der Sabbat in ihren Augen eigentlich auf die Stirn geschrieben hatte. Wo bleibt der Krieg gegen die Ahnen?! Der Zug gegen die verhassten Methusalems?! Die Diablerie an den Vorsintflutlichen?! WO?! Jahrhundertelang haben die Anführer des alten Sabbat diese heilige Pflicht vor ihren Anhängern hinausgezögert - der Kreuzzug Kains setzt es endlich in die Tat um!

Für die Kreuzritter ist Gehenna JETZT. Also ist JETZT die Zeit zu handeln. Statt den Verlust ihrer Städte zu beklagen und ihre Wunden zu lecken, haben sich die Kreuzritter zu fahrenden Rudeln zusammengeschlossen und begonnen, Jagd auf die Ahnen in ihren muffigen Grüften zu machen. In ihrem Fanatismus machen sie auch vor den Ahnen ihrer eigenen Sekte nicht halt - sind diese in ihren Augen doch auch nichts anderes, als bloße Puppenspieler der alten Methusalems.

Absolut rücksichtlos und blutdurstig - sowohl gegen die Loyalisten als auch alle Anderen, die sich ihnen in den Weg stellen - sind die Kreuzritter zur stärksten Fraktion des Sabbat geworden. Ihnen folgen vor allem die Hardliner, Fanatiker, die Apokalyptiker, Wahnsinnigen und Geisteskranken - also all jene, die eine Sekte wie der Sabbat in den letzten Jahrhunderten regelrecht heranzüchtete. Ein Mob, dem die Maskerade nicht besonders viel bedeutet - weniger noch als dem alten Sabbat. Eine Splitterguppe, die all die furchtbaren und grausamen Geschichten, die seit jeher über den Sabbat kursierten, Wirklichkeit werden lässt, sich in Ihrer Brutalität regelrecht suhlt.

Und dennoch ist der Kreuzzug erschreckend unpräsent, seitdem er die Kontrolle über fast alle Städte aufgegeben und sich in die düsteren Nebel der Nacht zurückgezogen hat. Niemand, nicht einmal die restlichen Sabbat, wissen, wo genau die Kreuzritter sich aufhalten und was sie als nächstes vorhaben. Oder was sie überhaupt vorhaben. So gewalttätig ihr Vorgehen auch sein mag, hirnlos oder ungeplant ist es nicht. Eines steht fest: Wenn sie einmal irgendwo auftauchen und zuschlagen, wächst sprichwörtlich kein Gras mehr ...



Clans
Es gibt zwei Clans, die die Sekte dereinst gemeinsam gegründet haben :
  • Tzimisce
  • Lasombra, etwa die Hälfte ist im Sabbat verblieben

Die übrigen Mitglieder rekrutieren sich aus sogenannten Antitribu: Mitglieder der Camarilla- und Anarchenclans, sowie wenige Unabhängigen, die dem Sabbat die Treue geschworen haben. Wie die Antitribu und die beiden Gründerclans zahlenmäßig aufgestellt sind, hängt stark von der Fraktion und der Gegend ab.
  • Brujah Antitribu
  • Malkavianer Antitribu
  • Ravnos Antitribu 1
  • Gangrel Antitribu
  • Ventrue Antitribu
  • Toreador Antitribu
  • Nosferatu Antitribu
  • Salubri Antitribu
  • "Setiten Antitribu" / Schlangen des Lichts *
  • "Caitiff Antitribu" / Pander
  • Tremere Antitribu 2
  • Assamiten Antitribu 3
* Nicht spielbar, nahezu vollständig in der Fraktion der Kreuzzügler vertreten
1 Nach der Woche der Albträume sind weltweit nur noch sehr wenige Ravnos übrig und die halten sich völlig bedeckt. Falls es sie noch gibt.
2 Nach dem Bröckeln der Hierarchie sind einige Tremere wieder zum Sabbat übergelaufen, geraten dort aber des Öfteren mit den Salubri aneinander. Außerdem sind sie wegen ihrer Aufteilung in alle drei Sekten nicht übermäßig zahlreich
3 Nachdem viele der alten Assamiten Antitribu wieder zu ihrem Hauptclan zurück gekehrt sind, wurden sie vom Sabbat als Verräter bezeichnet. Mit diesem Label müssen die vom Schisma zum Sabbat geflohenen Assamiten jetzt leben.




Allgemeine Organisation
Große Bastionen des Sabbat, wie Mexiko City oder Montreal in Kanada, sind gefallen oder zersplittert. Manche, in denen viele Kreuzzügler zu finden waren, regelrecht verwaist. Aber es gibt sie noch, die Städte die noch in der Hand der Loyalisten sind. Die nomadischen Sabbatrudel und die Sabbatvampire, die sich eher im dünner besiedelten Hinterland breit machten. Während die Camarilla moderne Kommunikation scheut und unterbindet, was ihre einzelnen Domänen immer weiter in die Isolation abdriftet lässt, hält der loyale Sabbat nichts von dieser Abschottung. Zwischen den einzelnen Zentren existiert ein Informationsaustausch, wenngleich der Kontakt locker und unregelmäßig ist, Bündnisse oft nur verbale Zugeständnisse sind und allgemein eine gewisse "Bunkermentalität" Einzug gehalten hat. Viele Loyalistenführer gehen deutlich umsichtiger zu Werke als noch vor der Spaltung - man braucht jedoch nicht meinen, dass Animositäten in diesen Krisenzeiten plötzlich beigelegt wären.

An den grundsätzlichen Strukturen hat sich hingegen wenig geändert. Rudel werden weiterhin von einem sogenannten Ductus angeführt, dem ein beratender Priester beisteht, der über das "Seelenheil" aller Rudelmitglieder wacht. Um die Loyalität aller Mitglieder sicher zu stellen, begeht ein Rudel regelmäßig grausame Rituale, noch grausamere "Spiele" und nicht zuletzt das Vinculum, bei dem alle Mitglieder ihr Blut in ein Gefäß geben und davon trinken um sich so aneinander binden. Die Rudelstruktur ist so fundamental für den Sabbat, dass sie selbst nach der Spaltung nicht aufgegeben wurde. Oft beanspruchen ganze Rudel Teile einer Stadt. Um die chaotischen und untereinander nicht selten verfeindeten Rudel zu organisieren und zu leiten fanden sich vor der Spaltung in Sabbatstädten oft sogenannte Erzbischöfe, die das Sabbatäquivalent zum Camarillaprinzen darstellen. Eine Position die durch die Kreuzzügler während des Bürgerkrieges stark ausgedünnt wurde. Die wenigen Erzbischöfe, die diese Säuberungen überlebt haben, sind untergetaucht und ziehen ihre Fäden nur noch aus dem Verborgenen heraus.

Auch den ihnen unterstehenden Bischöfen erging es ähnlich. Ihr einziger Vorteil war, dass es oft noch lohnendere Ziele gab und manchedaher noch die Zeit hatten sich einzubunkern oder anderweitige Verteidigungen gegen die Horden zu ersinnen. Dazu zählte auch das Verheizen der eigenen Templer – die seit jeher je nach Befähigung als Leibwächter, Saubermacher, Attentäter oder alles in einem für ihre Bischöfe und Erzbischöfe eingesetzt wurden. Die Führungsebene darüber scheint im Zuge des Bürgerkriegs gänzlich ausgelöscht worden oder übergelaufen zu sein.

Zusammengefasst existiert zwar nominell noch ein Teil der ehemaligen Sabbatführung, doch in Wahrheit beschränkt sie sich auf eine Handvoll verborgener Erzbischöfe, die versuchen aus dem Schatten heraus die Reste der Loyalisten zu koordinieren. An den Mann bringen diese Bemühungen die letzten hartgesottenen Bischöfe, deren Verluste in den heutigen Zeiten durch "neue" Bischöfe - sprich Ducti bzw. Priester, die in der Lage waren einen Großteil der lokalen Rudel unter ihrem Banner zu versammeln - ausgeglichen werden. Wie viel von den Bestrebungen nun auf die Erzbischöfe oder auf eigene Bestrebungen der temporären Führung zurückzuführen ist, kann vermutlich von niemanden zufriedenstellend beantwortet werden.

Wie es in diesen Punkten bei den Kreuzzüglern bestellt ist, scheint hingegen völlig unbekannt. Offensichtlich machen sie sich nicht mit ihren Feinden gemein.



Organisation in Charlotte
Der Sabbat hatte schon eine ganze Weile seine Klauen in Richtung von Charlotte ausgestreckt ... wurde dann allerdings durch die Inquisition und die Spaltung stark abgelenkt und gehindert. Doch manche Loyalisten haben ihre Pläne diesbezüglich nicht vergessen. So sind bisher auch eher wenige Agenten und Kriegsbanden nach Charlotte eingesickert. Der loyale Sabbat hält sich seinem momentanen Mantra entsprechend bedeckt und breitet seinen Einfluss unterschwellig aus - Charlottes eher friedliches Stadtbild macht es den Rudeln noch schwierig, offen zuzuschlagen, vor allem da sie zur Zeit nicht im Ansatz auf die volle Mannstärke des Sabbat zurückgreifen können. Aber es herrscht ein Konsens bei den ansässigen und dazukommenden Loyalisten - Charlotte ist eine Chance die man sich nicht entgehen lassen darf.

Natürlich hat niemand bis vor wenigen Monaten mit der Ankunft der alten Waffenbrüder gerechnet, die in ihrem blinden Fanatismus alles zerstören könnten, was die Loyalisten aufzubauen versuchen. Sicherlich geht die Meinung der Eingekesselten über diese "Chance", in Anbetracht des sinnbildlich geifernden Kreuzzugs vor der Stadt, mittlerweile deutlich auseinander...



Ränge
Die folgenden Ränge sind heutzutage innerhalb einer Sabbatdomäne noch gängig. In Charlotte müssen sie nach und nach noch etabliert werden. Einige werden vermutlich gänzlich vakant bleiben.
  • Erzbischof - Früher konnte man die direkte Macht des Erzbischofs mit der des Prinzen vergleichen, doch seit der Spaltung unterscheiden sich die beiden drastisch. Die letzten überlebenden Erzbischöfe sind in den Untergrund gegangen und versuchen aus dem Verborgenen heraus die Reste der Loyalisten am Leben zu erhalten. Aus den Warlords und spirituellen Anführern wurden gezwungenermaßen verborgene Ränkeschmiede. Es wird vermutet, dass diese verstreuten Ahnen weiterhin versuchen, die ihnen verbliebenen Städte in eine Waffenschmiede für die Loyalisten zu verwandeln, das eigene Überleben zu sichern und beides bei möglichst wenig Aufmerksamkeit durch Maskeradebrüche. Trotz des Wegfalls vieler rasender Rudel eine Mammutaufgabe ohne Garantie auf Erfolg.

    Kurzum, niemand wird mehr Erzbischof. Die Letzten davon versuchen vermutlich gemeinsam das Überleben ihrer Splittergruppe zu sichern, doch ob das wirklich deren Agenda ist oder sie nur von ehrgeizigen Bischöfen vorgeschoben werden, wissen vermutlich nur sie selbst. Fakt ist, diese Jahrhunderte alte Ahnen haben nicht aus Glück überlebt, sondern weil sie zu den zähesten und härtesten gehörten. Es darf davon ausgegangenen werden, dass sie auch im Verborgenen weiterhin mit taktischem Kalkül, Geduld, Grausamkeit und Beharrlichkeit an ihren Plänen arbeiten. Mit etwas Glück kommt den Loyalisten dabei eine positive Rolle zu.



  • Bischof - Bischöfe stehen in etwa mit den Clanältesten der Camarilla auf einer Stufe, und diese sind es auch, die als eine Art "Street Boss" die verbliebenen Loyalistenstädte leiten und für die überregionale Kommunikation sorgen. Ob nun alleine oder als Team kommt auf die jeweilige Situation an. Zwar sorgen die Bischöfe immer noch für den reibungslosen Ablauf wichtiger Sabbatriten, kümmern sich also um die spirituelle Führung, doch in diesen Krisenzeiten sind Taktiker und versierte Hauptmänner deutlich gefragter als religiöse Anführer. Daher verwundert es nicht, dass die neue Riege von Bischöfen in diesem Metier einflussreiche Ducti oder Priester sind, die genug Macht oder Terror ausüben können, um die lokalen Rudel unter ihrer Flagge zu einen.

    Bischöfe rekrutieren sich oft aus den ältesten und erfahrensten Rudelpriestern oder den taktisch versiertesten Ducti innerhalb einer Stadt. Und auch nach der Spaltung müssen sie ihren Anspruch jederzeit gegen ihre Waffenbrüder durchsetzen können.



  • Templer oder Paladine - Die Templer zählen heute wie damals zur direkten Entourage eines Bischofs (bzw. höherer Positionen vor dem Bürgerkrieg). Sie dienen ihm als Rudel, Leibwächter, Attentäter und willige Vollstrecker. Die meisten sind unerschütterlich loyal und waren schon vor ihrer Ernennung in ihrem jeweiligen Fachgebiet als herausragend in der Sekte bekannt. Viele der besonders martialischen Templer sind entweder mit ihren Herren oder auf eigene Faust zum Kreuzzug gegangen - oder wurden von ihren Loyalisten-Herren im Kampf gegen den Kreuzzug verheizt. Was nicht heißt, dass es bei den Loyalisten keine mehr gäbe - wie alle Positionen wurden sie aber im Bürgerkrieg und durch die Inquisition deutlich ausgedünnt. Gerade neu aufgestiegene Ducti/Priester, die sich als Bischöfe sehen, holen sich recht zügig fähige Individuen, oft aus ihrem ehemaligen Rudel, als Templer mit ins Boot (wenn sie nicht gleich das ganze Rudel zum Templerrudel deklarieren).

    Templer begleiten Bischöfe und sind daher zumeist an die Besetzung dieses Postens gebunden. Zwar kann ein Templer natürlich auch eine eigene Agenda verfolgen, doch wird er sich dafür nie extrem weit von seinem Posten entfernen.



  • Ductus - Ducti zählen zu den wildesten und grausamsten Sabbatanhängern. Sie haben die Herkulesaufgabe auf sich genommen, ein ganzes Rudel in die Schlacht zu führen. Ein guter Ductus weiß seine Kameraden für den Kampf zu begeistern, die Hackordnung jederzeit aufrecht zu erhalten und zugleich die taktische Planung und Führung im Blick zu behalten. Viele Ducti sind jedoch eher rasende Demagogen und Banditenanführer als echte Taktiker, weshalb sie oft von Kameraden herausgefordert und vernichtet werden oder in kurzsichtigen Angriffen den Löffel abgeben. Daher steigen die wenigsten weiter im Sabbat auf. Jene jedoch, die es verstehen zu überleben und geschickt vorzugehen, können es weit bringen.

    Jeder der ein Rudel anführt, kann sich Ductus nennen. Er sollte jedoch immer darauf achten, dass sich niemand aus seinen Reihen oder den Reihen des Sabbat allgemein erhebt, um ihn zu stürzen.



  • Priester - Der Priester ist der religiöse Führer eines Rudels. Er kümmert sich darum, dass alle Mitglieder regelmäßig an den Ritualen teilnehmen und die Doktrin des Sabbat verinnerlichen. Die Weltanschauung seiner Schützlinge liegt ganz in seinen Händen und es liegt an ihm, selbst das zurückhaltenste Mitglied in einen überzeugten Gegner der Camarilla zu verwandeln. Der Priester ist meist ruhiger und besonnener als der Ductus des Rudels - zumindest nach außen hin - und dient daher oft als dessen Berater und Advocatus Diaboli. Priester haben oft ausgezeichnete Aufstiegschancen in der Sekte.


  • Brüder und Schwestern - Sabbatanhänger, die ohne weiteren Posten einem Rudel angehören werden Brüder oder Schwestern genannt. Während bei der Camarilla ein Posten als Prestigeträchtig gilt und von aufstrebenden Kainiten als Sprungbrett avanciert wird, wird im Sabbat nicht zwingend auf postenlose Vampire herabgesehen. Manche alte und respektierte Sabbatvampire sind ebenfalls "nur" Brüder und Schwestern, aber niemand würde auf die Idee kommen sie deswegen gering zu schätzen.


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