Salubri Antitribu
Auspex, Seelenstärke, Valeren
#1
SALUBRI ANTITRIBU
  Ich würde ja deine Haut überstreifen, aber ich will nicht nach Angst und Benzin riechen."




Wenn ein neuer Clan zu Größe und Macht aufsteigen will, muss zuvor einer der Alten fallen und vergehen. Wie die Salubri. Kaum einer kennt noch die alten Legenden über diesen verlorenen Clan der einst einer der dreizehn Säulen der vampirischen Gesellschaft bildete. Diejenigen, die es tun, nennen sie Diableristen und Seelenfresser. Irgendwann im finsteren Mittelalter, so heißt es, deckten die ehrgeizigen Tremere die Verschwörung dieses hinterlistigen Clans auf, der sich selbst als eine Familie von Heilern und Kriegern ausgab, um seine teuflischen Taten zu verschleiern. Die Tremere berichteten den anderen Vampiren von ihrer furchtbaren Entdeckung und führten den Krieg gegen die Seelenfresser persönlich an. Das Gesicht des Clans der Heiler, bekannt für ihr drittes Auge das auf ihrer Stirn prangt und mit dem sie ihren Opfern angeblich die Seele aussaugen, wurde zu einem Symbol des Bösen. Kein einziger sollte überleben. Die Seelenfresser wurden vollständig ausgelöscht. Die Tremere waren die Helden der Nacht und wurden von der Camarilla mit offenen Armen empfangen. So lautete zumindest die offizielle Version.

Noch weniger kennen jedoch die Wahrheit. Das die einstmals respektierten Salubri hintergangen wurden. Verraten. Im Stich gelassen von den anderen Clans, die in den Tremere mächtigere Verbündete sahen, als in Ihnen. Die wenigen überlebenden Heiler und Gelehrten des Clans denken in ihren zurückgezogenen Verstecken mit Trauer an den schrecklichen Verrat und den Mord an ihren Brüdern und Schwestern, während sie sich darauf vorbereiten in ihrem Exil das mystische Golconda zu erreichen.

Auch die Überlebenden der Krieger-Kaste erinnern sich. Anstelle der Trauer brennt in Ihnen jedoch flammender Hass. Sie hassen die Tremere für ihren feigen Mord. Sie hassen die Clans der Camarilla für den Verrat. Vielleicht hassen sie sich insgeheim sogar selbst, weil sie zu schwach waren den genozid an ihrem Clan zu verhindern. Jahrhunderte lauerten die Krieger im Schatten, schürten ihren unersättlichen Hass und verwandelten sich von ehrhaften Rittern zu rachedurstigen Furien. Als die Nachricht von der Vernichtung der Tremere Antitribu an ihren Ohren drang, sahen sie ihre Chance auf Vergeltung gekommen. Der Sabbat, immer auf der Suche nach fähigen Soldaten, konnte gar nicht anders als das unerwartete Angebot dieser feurigen Fanatiker anzunehmen.

Seit ihrem unerwarteten Beitritt zur Sekte haben sich die Salubri Antitribu mit ihrer Rücksichtlosigkeit, ihrem glühenden Eifer und ihren erbarmungslosen Taktiken einen Namen gemacht. Die höheren Ziele der Sekte sind ihnen zwar im Großen und Ganzen scheißegal, doch die grimmigen Rachekrieger sind bereit, alles und jeden zu zermalmen, jede noch so riskante Mission auf sich zu nehmen, wenn sie dafür nur einige Camarilla-Vampire, im Bestfall sogar Tremere, mit Benzin übergießen können.


Disziplinen
Auspex, Seelenstärke, Valeren


Organisation
Die Salubri Antitribu organisieren sich, wenn sie denn überhaupt in größerer Zahl auftreten, in ähnlicher Weise wie die Ritterorden vergangener Tage. Die Blutlinie honoriert getötete Feinde, vor allem Vampire der Camarilla, ebenso wie jedes Wissen, das über das Massaker der Tremere an den Salubri offenbart werden kann. Es gibt jedoch immer noch relativ wenige Salubri Antitribu, sodass sie nur selten organisiert auftreten. Die meisten sind grimmige Einzelgänger und Mitglieder gemischter Sabbatrudel. Als Anführer der Blutlinie gilt ein alter Krieger namens Andonai.


Nachkommen
Aufgrund ihrer prekären Läge wählen viele Salubri Antitribu ihre Nachkommen mit größerer Sorgfalt als viele andere Sabbat-Vampire. Massenerschaffungen in Kriegszeiten kommen gar nicht erst in Frage. Sie wählen Personen mit einem starken Willen, pulsierender Leidenschaft und dem nötigen (oder fehlenden) Gewissen, zu tun was auch immer getan werden muss, um den verhassten Feind zu vernichten. Einmal erschaffen, verbleibt ein Nachkomme so lange bei seinem Erschaffer, bis sich dieser sicher ist, dass die Doktrin und der Hass auf die Camarilla vollständig im Herzen seines Nachkommen brennt.


Schwäche
Die Salubri Antitribu führen ein Unleben voller Leidenschaft und flammendem Zorn. Selbst der Kuss macht da keine Ausnahme. Mit Vorliebe trinken sie von einem verhassten Feind oder in der Hitze einer Schlacht. Dies geht so weit, dass sie überhaupt nur von mit Gewalt genommenen Blut oder nach einem Kampf gegen den "Spender" genährt werden. Zudem wird sich kein Vampir dieser Blutlinie finden lassen, der eine Generation geringer als zehn oder höher als zwölf aufweist. Ihnen allen gemein ist das mysteriöse dritte Auge auf ihrer Stirn. Dieses bildet sich, sobald der Vampir die zweite Stufe der Disziplin Valeren erlernt hat. Das Auge öffnet sich beim Einsatz von Auspex oder Valeren jenseits dieser Stufe.


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