Tzimisce
Auspex, Fleischformen, Tierhaftigkeit
#1
TZIMISCE
 Warum um alles in der Welt sollte ich wollen, dass du aufhörst zu schreien?
Ich finde die Ergebnisse so viel melodiöser, wenn du deiner Angst Raum gibst."


Die Tzimisce haben sich den zweifelhaften Ruf erworben, die Monster unter Monstern zu sein. Ihre Grausamkeit ist berüchtigt, ihr Verständnis für Folter grade zu legendär... vor allem aber fürchtet man ihre Neugierde und ihren Forscherdrang. Denn was auch immer ein Tzimisce erforscht ... es hat meist etwas mit Schmerz, Vivisektion und der hemmungslosen Überschreitung körperlicher Grenzen zu tun. Sie verachten alles Menschliche und streben danach, mehr zu sein als diese kümmerlichen, sterblichen Larven, ja sogar mehr als ihre beschränkten vampirischen Artgenossen. Alte Tzimisce gelten nicht nur als unmenschlich sondern gar als fremdartig.

Anders als bei den Lasombra ist ihr Streben nach Perfektion jedoch nicht auf Positionen der Herrschaft gerichtet. Im Gegenteil, viele Tzimisce erscheinen nach außen hin erstaunlich reserviert und weltabgewandt, sind zu sehr in ihre privaten Studien vertieft um sich in die heischenden Ränkespielchen ihrer Lasombravettern einzumischen. Sie sind oft die stillen und zurückhaltenden Köpfe innerhalb der heißblütigen Sabbatrudel, nehmen die Posten von Beratern und Priestern ein oder ziehen sich sogar komplett aus dem Rudelleben zurück. Trotz ihres zurückgezogenen Wesens sind die Tzimisce jedoch essentiell in der Kultur des Sabbat. Viele der alten (und unmenschlichen) Rituale, Traditionen und Disziplinen innerhalb der Rudel gehen auf die Tzimisce zurück, ja die Gründung der Sekte selbst ging von ihnen ebenso wie von den Lasombra aus.

Auch sie behaupten felsenfest, ihren Gründer dereinst vernichtet und diableriert zu haben. Das sorgt dafür, dass die jüngeren Tzimisce nicht nur die Stirn über die althergebrachte, unmenschliche und territoriale Feudalstrukter der Alten runzeln, sondern sich lieber ganz auf die Sache des Sabbat konzentrieren. Etwas, von dem sie deutlich mehr verstehen als diese anachronistische Lebensweise ihrer Vettern in der einstigen Stammheimat.


Disziplinen
Auspex, Fleischformen, Tierhaftigkeit


Organisation
Die Unholde geben sich nicht immer explizit Mühe, Andere mit ihrer Kultur und ihrem Gebahren auf Abstand zu halten ... aber sie erachten es auf jeden Fall als angenehmen Nebeneffekt. Tzimisce gehören mit zu den eigenbrötlerischsten und misstrauischsten Clans, was eine clansweite Struktur schon immer so gut wie unmöglich gemacht hat. Das höchste der Gefühle für die Tzimisce sind familienartige Bruten dutzender Kinder und Ghoule, die sich um einen strengen Patriarchen scharren. Stärkere Bande als zwischen Erschaffer und Kind findet man nur selten. Während die uralten Tzimisce das Bild des Vampirs, der in seiner zerfallenen Ruine kauert, geprägt haben, ziehen jüngere Unholde modernere Zufluchten vor: Schlachtereien, Mausoleen oder Leichenhallen sind nur die Spitze des Eisberges.



Nachkommen
Nach Tzimisce-Mentalität sind 100 effektive Ghoule eine bessere Investition, als ein hastiger Nachkomme. Grausam und unmenschlich wie sie sind, neigen auch die Kinder der Tzimisce dazu, sich zumindest im Geiste von der Gesellschaft verabschiedet zu haben. Die Tzimisce honorieren jedoch keinen blutrünstigen Sadismus und auch keine frustrierte Selbstabschottung um ihrer selbst Willen. Ein rasender Massenmörder mag einige Zeit ganz unterhaltsam sein, aber welchen Sinn hat ein Tzimisce, der sich nicht unter Kontrolle hat? Wer vom "rechten Weg" abkommt, sich dabei ganz seinen Zielen hingibt und gleichzeitig einen kühlen Kopf bewahrt... der hat vielleicht das Zeug zum Tzimisce.


Schwäche
Von den Tzimisce erzählt man sich, sie seien stolze Landherren. Hüter der Traditionen. Verbissene Verteidiger ihrer Territorien. Noch heute, so erzählt man sich flüsternd, würden einige uralte Tzimisce feudale Ländereien in den Weiten Osteuropas beherrschen. Doch statt das Land wirklich zu besitzen, sind Tzimisce an ihre Scholle gefesselt. Sie sind dazu verdammt, niemals Ruhe zu finden, wenn sie sich nicht mit der Erde ihrer Heimat umgeben. Schläft ein Unhold ohne seine schützende Erde, wird er immer schwächer und kränklich, eine leichte Beute für jeden Feind. Ein weiser Unhold verlässt daher niemals die Grenzen seiner Heimat – oder sorgt für ausreichend kostbaren Mutterboden in seinem Reisegepäck.



TZIMISCE ANTITRIBU

Kaum ein Tzimisce, selbst jene die sich um den Sabbat keinen Deut scheren, leistet nicht zumindest Lippenbekentnisse an die Sekte. Es ist sicherer, zumindest den Schein zu wahren, als auf der Abschussliste diableriesüchtiger Rudel zu stehen. Außerdem lässt sich die Weltanschauung der Tzimisce nicht wirklich mit den Ideen der Camarilla verbinden. Entsprechend gibt es keine Tzimisce Antitribu, obwohl es so manchen Uralten gibt, der seine eigenen Ziele verfolgt.

*Tzimisce außerhalb des Sabbat sind zu alt und zu zurückgezogen, daher nicht als Spielcharaktere zugelassen.


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